Ein Männerballett gehört zu einer Fastnachtssitzung wie das Salz zur Suppe. Keine Veranstaltung
vergeht, ohne dass sich die Herren der Schöpfung von ihrer komischsten Seite zeigen können.
Dargeboten wird dabei eine bunte, aber durchdachte Mischung aus Tanz, Klamauk und ausgefallenen
Kostümen. Dabei ist es, und jeder der einmal mitgemacht hat kann dies bestätigen, gar nicht so
leicht sich so darzustellen. Vielen fehlt ganz einfach der Mut oder sie fürchten sich vor einem
Übermaß an Lampenfieber. Doch wartet jeder Gast auf den sogenannten "Höhepunkt" des Abends und es
macht jedem Zuschauer immer wieder großen Spaß, auch (und gerade) den Mitwirkenden. Der Applaus
und der fordernde Ruf nach Zugabe belohnt die Truppe für das monatelange intensive aber immer
auch kurzweilige Training.

Auch wir haben seit Anbeginn "unser Männerballett". Viele Jahre gelang es der unvergessenen
Turnerlegende Greta Seitz, als Trainerin den Männern die richtigen Schritte und Flötentöne
beizubringen. Erfolgreich fortgeführt wird ihre Arbeit von der jetzigen Trainerin Bärbel Lange,
die mit ihrer langjährigen Erfahrung im Bühnentanz mit der Gruppe liebevoll, aber auch akribisch
die aktuellen Programmnummern einstudiert. Mit Erfolg, wie Auftritte des Männerballetts auch
außerhalb der Stadtgrenze zeigen.
Bei den Mitwirkenden hat sich im Laufe der Zeit ein harter Kern von Tänzern "in den besten
Mannesjahren" herausgebildet. Daneben freut sich die Gruppe aber auch über manch einen, der
ersatzweise einspringt, wenn es personell knapp wird. Stellvertretend für alle bisherigen
Akteure sei der langjährig aktive Karl Hensel erwähnt, der das Männerballett aus der Taufe hob
und sich im Jahr 2000, jenseits der 70, mit dem Auftritt im 'Schwanensee' von
der Bühne verabschiedete.